
Touristenattraktion: die High Line in New York
Stillgelegte Bahntrassen, die zu pulsierenden Parks und urbanen Begegnungsräumen werden – die High Line in New York und die BeltLine in Atlanta zeigen eindrucksvoll, wie visionäre Stadtplanung vernachlässigte Infrastruktur in lebendige öffentliche Räume verwandeln kann.
Touristenattraktion: die High Line in New York
Die High Line, einst eine verfallene Hochbahntrasse, hat sich zu einem der meistbesuchten Parks New Yorks entwickelt. Rund 2,3 Kilometer lang und etwa neun Meter über der Straße gelegen, bietet sie nicht nur spektakuläre Ausblicke auf Manhattan, sondern ist auch eine grüne Oase mit Bäumen, Gräsern und Blumenbeeten. Seit der Fertigstellung im Jahr 2014 zieht der Park jährlich rund acht Millionen Besucher an.
Doch der Weg dorthin war keineswegs selbstverständlich. Ursprünglich für den Gütertransport errichtet, wurde die High Line jahrzehntelang nicht mehr genutzt. Ein Abriss schien unvermeidlich – bis eine Bürgerinitiative sich für den Erhalt und die Umgestaltung in einen öffentlichen Park einsetzte. Mit Erfolg: Heute gilt die High Line nicht nur als architektonisches Meisterwerk, sondern auch als wirtschaftlicher Impulsgeber für die umliegenden Viertel. Der Meatpacking District, einst ein rein industriell geprägtes Gebiet, ist heute ein angesagtes Szeneviertel. Im Norden hat mit Hudson Yards ein völlig neues Stadtquartier Gestalt angenommen.
Während die High Line in New York vor allem als Touristenattraktion bekannt ist, verfolgt die BeltLine in Atlanta eine noch umfassendere städtebauliche Vision. Die ehemalige Eisenbahnstrecke erstreckt sich über 35 Kilometer rund um das Zentrum von Atlanta und soll bis 2030 ganze 45 Viertel durch ein Netz aus Parks, Fuß- und Radwegen miteinander verbinden.
Die BeltLine ist eines der größten und aufwendigsten Stadtentwicklungsprojekte der USA.
Der Ursprung der BeltLine liegt in einer universitären Abschlussarbeit aus dem Jahr 1999 – eine Idee, die so überzeugend war, dass sie nur wenige Jahre später vom Stadtrat beschlossen wurde. Heute ist die BeltLine nicht nur eine der größten Stadtentwicklungsmaßnahmen der USA, sondern auch eine Plattform für Kunst und Kultur. Entlang der Strecke finden sich Skulpturen, Wandmalereien (sogenannte Murals) und Installationen, zudem finden regelmäßig Kulturveranstaltungen und Events statt.
Die städtebauliche Wirkung der BeltLine zeigt sich besonders im Old Fourth Ward – einem Viertel, das lange mit sozialen Problemen zu kämpfen hatte. Durch die Neugestaltung der Grünflächen und die Aufwertung des historischen Ponce City Market hat sich das Quartier zu einem gefragten Wohngebiet mit hoher Lebensqualität entwickelt.
Ob High Line oder BeltLine – beide Projekte verdeutlichen, wie durchdachte Stadtplanung und bürgerschaftliches Engagement urbane Räume nachhaltig transformieren können. Sie schaffen nicht nur neue Freizeitmöglichkeiten, sondern stärken auch das soziale Miteinander und die Attraktivität der Stadtteile. Kein Wunder, dass zahlreiche Städte in den USA ähnliche Konzepte aufgreifen – von Philadelphia über St. Louis bis nach Chicago.
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